Raus aus der Komfortzone!

Heute verlief mein Samstag anders als gedacht – und auf eine Art und Weise inklusiv, die ich so gar nicht erwartet hätte. Dabei wollte ich eigentlich nur zum Sport – und stand plötzlich vor der Frage: Raus aus der Komfortzone oder einfach nur entspannt ins Wochenende starten?

Ich bin seit circa eineinhalb Jahren Mitglied in einem Fitnessstudio für Frauen in Köln-Sülz. Mein altes Fitnessstudio hatte Corona nicht überlebt. Im neuen Studio gehe ich ab und zu am Wochenende zu einem Rücken-Yoga-Kurs. Heute Morgen habe ich ehrlich gesagt schon damit gekämpft, mich überhaupt zum Hingehen zu motivieren, nach einer Tasse Kaffee habe ich mich aber doch aufgerafft.

Ausgebucht und erwartungsfroh

Ich hatte mir vorab einen Platz im Rücken-Yoga-Kurs gebucht, der Kurs war komplett voll, und 14 Mitsportlerinnen inklusive mir standen und lagen im Kursraum und warteten auf die Trainerin. Die kam aber nicht. Was also tun? Einfach wieder zurück an den Frühstückstisch oder Gerätetraining? Eine Teilnehmerin kam auf die Idee, wir könnten ja über die Bluetooth-Box ein Youtube-Video von Mady Morrison laufen lassen, das ist eine Yoga-Trainerin aus Berlin, die während Corona viele Yoga-Videos online gestellt hat. Gesagt getan.

Von der Teilnehmerin zur Vorturnerin

Alle waren dafür. Eine Teilnehmerin fragte, ob nicht jemand den Platz der eigentlichen Trainerin einnehmen könnte, da sie rein nach Gehör mit dem Video nicht hinbekäme. Da sich keiner fand, hab ich mich dann kurzentschlossen zur Vorturnerin erklärt und mich auf die Trainerinnen-Position begeben.

Noch vor ein paar Jahren hätte ich mich das nicht getraut, da war meine Devise noch: nur nicht auffallen! Mittlerweile gehe ich Dinge anders an und denke: Als Mensch mit Beeinträchtigung fällst du in der Regel eh auf, warum das also nicht nutzen und ins Positive umkehren?

Und was soll ich sagen: Wir hatten eine total tolle Yogastunde, die Stimmung war schön und am Ende gab es sogar nach Applaus! Alle hatten Spaß, wir haben was zu erzählen und haben noch etwas für Körper und Geist getan.

Inklusion kann so einfach sein, man muss nur ab und zu neue Wege gehen! Namaste!:-)

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